Privathaftpflicht vergleichen und wechseln – das sollten Sie beachten

Eine Privathaftpflichtversicherung gehört zu den wichtigsten Versicherungen. Doch worauf kommt es bei dieser Versicherung eigentlich an? Auf welche Leistungen sollte bei einem Vergleich verschiedener Versicherungen geachtet werden? Und wann wird die Versicherung am besten gewechselt? Antworten auf diese Fragen finden Sie in diesem Magazinbeitrag.

Was ist eine Privathaftpflichtversicherung?

Eine Privathaftpflichtversicherung schützt, wenn eine andere Person von Ihnen Schadensersatz fordert, weil Sie beispielsweise dessen teuren Teppich beschädigt haben. Denn wer einen Schaden verursacht, muss dafür geradestehen – egal, ob der Schaden durch Leichtsinn entsteht oder es sich um ein Missgeschick handelt. Der Schadenverursacher muss der geschädigten Person Schadenersatz leisten – ohne Versicherung mit dem privaten Vermögen. Der Verursacher haftet dabei mit dem gesamten Privatvermögen. Im Zweifelsfall kann ein Schadensfall den finanziellen Ruin bedeuten.

Die Privathaftpflichtversicherung sichert dieses finanzielle Risiko ab, wenn es um Sachschäden, Personenschäden oder Vermögensschäden geht. Sie zählt somit zu den wichtigsten Versicherungen und übernimmt beispielsweise Kosten für die Reparatur bzw. den Ersatz der geschädigten Gegenstände.

Auch Folgeschäden deckt der Versicherer ab. Hierbei handelt es sich um Schäden, die aus Sach- oder Personenschäden entstehen. Das heißt, er übernimmt Folgekosten, die zum Beispiel durch verletzte Personen entstehen (z. B. Behandlungskosten oder Verdienstausfall). Zudem ist eine Haftpflichtversicherung auch ein passiver Rechtsschutz, denn die Versicherung wehrt unberechtigte Schadensersatzansprüche anderer Personen ab. Kommt es aufgrund dieser unberechtigten Ansprüche zum Rechtsstreit, führt der Versicherer den Prozess und deckt auch die damit verbundenen Kosten.

  • Beispiel Personenschaden: Jemand läuft über eine rote Ampel, wodurch ein Autofahrer ausweichen muss. Dieser erfasst einen Radfahrer, der durch den Unfall Verletzungen erleidet. Durch das Gehen über die rote Ampel ist also ein Personenschaden entstanden.
  • Beispiel Vermögensschaden: Bei Bauarbeiten an der Garage neben dem Nachbargrundstück fällt Baumaterial auf das Motorrad des Nachbarn. Dieser muss jedoch dringend zum Flughafen – trotz des Taxis, das er ruft, kommt er zu spät und verpasst seinen Flug. Ein Vermögensschaden entsteht.
  • Beispiel Sachschaden: Zu Besuch bei Freunden stößt die 13-jährige Tochter ihr Glas mit Limonade vom Tisch – dadurch wird der hochwertige Teppich ruiniert. Solch ein Sachschaden kann schnell teuer werden.

Worauf sollte man bei einem Vergleich der Privathaftpflichtversicherung achten?

Auf der Suche nach der besten Haftpflichtversicherung ist zu empfehlen, verschiedene Tarife und Versicherer zu vergleichen. So kann am Ende der beste Tarif für die persönlichen Lebensumstände mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis gefunden werden. Bei einem Haftpflichtversicherungen-Vergleich gilt es, vor allem auf folgende Faktoren zu achten:

Versicherungssumme

Als Versicherungssumme werden bei einer privaten Haftpflichtversicherung häufig mindestens zehn Millionen Euro empfohlen. Die Versicherungssumme beschreibt den maximal durch die Haftpflichtversicherung abgedeckten Betrag – also die Höchstentschädigung, die im Schadenfall dem Kunden zur Verfügung steht. Der Schadenverursacher ist verpflichtet, für den entstandenen Schaden zu haften. Daher ist eine entsprechende Versicherungssumme in der Haftpflicht wichtig, um im Schadensfall vor den Kosten zu schützen. Schäden, bei denen Personen verletzt werden, können unter anderem durch Krankenhausaufenthalte besonders teuer werden. Um auf der sicheren Seite zu sein, sollte mit dem Versicherer eine entsprechend hohe Versicherungssumme vereinbart werden.

Selbstbeteiligung

Wer eine Selbstbeteiligung im Rahmen seines Versicherungsvertrages vereinbart, kann dadurch den Versicherungsbeitrag mindern. Die Höhe der Selbstbeteiligung gibt an, mit welcher Summe sich der Versicherungsnehmer im Schadenfall an den Kosten beteiligt. Eine individuelle Auswahl (z. B. 0, 150, 300, 500 Euro) der Selbstbeteiligung ist im Rahmen der Haftpflichtversicherung möglich.

Zahlweise, Mindestlaufzeit und Kündigungsfrist

Da die Beiträge im Voraus beglichen werden, sind häufigere, aber dafür niedrigere Beträge für viele Kunden ggf. praktischer. Doch Vorsicht – oftmals steigen die Versicherungsbeiträge bei der Wahl kürzerer Zahlungsintervalle. Bei andsafe können Kunden frei wählen, ob sie monatlich, vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich zahlen möchten – der Versicherungsbeitrag bleibt der Gleiche. So zieht die Wahl der Zahlweise keine Nachteile mit sich.

Auch die Vertragslaufzeit kann Einfluss auf die Höhe der Versicherungsbeiträge haben. So kommt es bei der Wahl kürzerer Laufzeiten häufig zu höheren Kosten. Das ist durchaus nachvollziehbar: Je länger sich eine Person an einen Vertrag bindet, desto verlässlicher ist dies für den Versicherer. Doch je schneller sich unsere Welt wandelt, desto wichtiger wird der Faktor Flexibilität. Bei andsafe müssen Sie sich nicht für ein oder mehrere Jahre binden. Mit einer täglichen Kündigungsfrist sind Sie bei uns immer flexibel.

Forderungsausfall

Eine Forderungsausfalldeckung kann vor Schäden in Millionenhöhe schützen. Kann bei einem Schaden der Verusacher die Kosten aber nicht begleichen, muss die geschädigte Person selbst für die Kosten aufkommen. Fügt beispielsweise eine Person einer anderen eine Verletzung zu, können hohe Kosten durch anfallende Arztbesuche, Verdienstausfälle oder Folgebehandlungen entstehen. Hier greift die Forderungsausfalldeckung. Daher ist zu empfehlen, beim Vergleichen verschiedener Haftpflichtversicherungen auf diese Leistung zu achten. Diese Deckung wird auch als „umgekehrte Haftpflichtversicherung“ bezeichnet.

Welche zusätzlichen Leistungen sind sinnvoll?

Je nach Lebenslage, Hobby oder Beruf können noch weitere Leistungen in einer privaten Haftpflichtversicherung ratsam sein. Beim Vergleich von Privathaftpflicht-Versicherungen sollte entsprechend auf verschiedene Punkte geachtet werden, um die bestmögliche Privathaftpflicht, aber auch den günstigsten Tarif zu finden:

Familien

Wussten Sie, dass gegen Kinder unter 7 Jahren grundsätzlich kein Schadenersatzanspruch erhoben werden kann? Denn sie zählen zu den deliktunfähigen Kindern. Das bedeutet: Verursacht ein Kind unter 7 Jahren einen Schaden, besteht weder für die Kinder selbst noch für die Eltern eine Haftpflicht. Wichtig ist, dass die Eltern die Aufsichtspflicht nicht verletzt haben. Stößt beispielsweise ein Kind bei einem Nachbarn eine teure Vase um, bleibt der Nachbar also gegebenenfalls auf den Kosten sitzen. Um aber den Nachbarschaftsfrieden zu wahren und die Kosten nicht selbst zu tragen, können die Eltern eine Privathaftpflichtversicherung wählen, die die Übernahme solcher Kosten anbietet. So müssen die Eltern im Schadensfall nicht aus eigener Tasche zahlen. Hier lohnt sich der Vergleich bei einer privaten Haftpflicht für den Schutz der ganzen Familie.

Gut zu wissen: Bei Lebenspartnern oder Partnern in häuslicher Gemeinschaft genügt eine gemeinsame Privathaftpflichtversicherung.

Gefälligkeitshandlungen

Bei einem Umzug kann schnell etwas zu Bruch gehen. Oft gelten in solchen Situationen Abmachungen wie ein „stillschweigender Haftungsausschluss“ – die Haftung wird beim Umzug also ausgeschlossen. Doch die für den Schaden verantwortliche Person fühlt sich oft moralisch in der Pflicht, diesen verursachten Schaden zu begleichen. Hier kann eine private Haftpflichtversicherung mit entsprechenden Leistungen Abhilfe schaffen. Für diejenigen, die anderen Personen öfter helfen, kann ein Vergleich verschiedener Tarife in Hinblick auf diese Leistung sinnvoll sein.

Beruflicher Schlüsselverlust

Handelt es sich bei beruflichen Schlüsseln um Generalschlüssel, kann bei einem Schlüsselverlust das Tauschen der Schlösser sehr teuer werden. Deshalb ist es für Personen, die über Schlüssel zu Betriebs- oder Bürogebäuden ihres Arbeitgebers verfügen, ratsam, verschiedene Privathaftpflichtversicherungen zu vergleichen, um die für einen persönlich beste Privathaftpflichtversicherung zu finden. Bei einem Vergleich sollte in diesen Fällen darauf geachtet werden, dass die private Haftpflichtversicherung diesen Schlüsselverlust mit abdeckt.

Mehr zu der Frage, welche Kosten bei einem Schlüsselverlust entstehen, lesen Sie in unserem Magazinbeitrag.

Ehrenamt

Während des Ausübens einer ehrenamtlichen Tätigkeit, beispielsweise in einem Altenheim, können schnell kleinere Schäden entstehen. Personen, die ehrenamtlich tätig sind, sollten sich mithilfe eines Vergleichs informieren, welche private Haftpflichtversicherung entsprechende Leistungen anbietet. So sind sie im Falle eines Schadens gut abgesichert.

Hobbys

Mit der Wahl eines neuen Hobbys ergeben sich auch neue Risiken. Sie haben sich eine Drohne angeschafft? Im Rahmen einer Reitbeteiligung wird das Pferd einer dritten Person bewegt? Der Hund der Nachbarn wird gehütet? In diesen Situationen können Schäden an Sachen oder Mitmenschen entstehen. Es empfiehlt sich, verschiedene private Haftpflichtversicherungen zu vergleichen, um einen passenden Schutz für diese Gegebenheiten zu finden.

Miete, Leihe, Pacht

Wer sich oft Gegenstände ausleiht, sollte darauf achten, ob der Schutz von geliehenen oder gemieteten Sachen in der Haftpflichtversicherung inbegriffen ist. Denn oft werden geliehene Sachen wie Eigentum angesehen. Verursacht der Entleiher einen Schaden an dem Gegenstand, muss er somit für die entstandenen Kosten selbst aufkommen. In manchen Privathaftpflichtversicherungen sind solche Situationen mit abgesichert. Andernfalls sollten gegebenenfalls entsprechende Bausteine zusätzlich zu der privaten Haftpflicht abgeschlossen werden.

Tierhalter

Je nach Tier gelten verschiedene Regelungen dazu, welche Versicherung notwendig ist. Während bei Kleintieren wie Katzen, Kaninchen oder Vögeln eine Privathaftpflichtversicherung ausreichend ist, gibt es für größere Tiere spezielle Haftpflichtversicherungen. Dazu gehören unter anderem Hunde, Pferde oder Esel. Die spezielle Privathaftpflicht für Hundebesitzer, die zusätzlich abgeschlossen werden sollte, heißt Hundehalterhaftpflichtversicherung. Weitere Informationen zur Hundehalterhaftpflicht und der Frage, wo und für wen sie Pflicht ist, finden Sie in unserem Magazinbeitrag.

Wann ist ein Wechsel der Versicherung ratsam?

Liegt der Abschluss der Privathaftpflicht schon längere Zeit zurück, kann sich ein Wechsel zu einer anderen Privathaftpflicht durchaus lohnen. Die Leistungen der Privathaftpflicht werden ständig aktualisiert, sodass z. B. Schäden im Zusammenhang mit der Benutzung des Internets oder Schäden durch deliktunfähige Kinder mitversichert sind. Mithilfe eines Vergleichs lässt sich also herausfinden, welcher Tarif den passenden Schutz und gleichzeitig die günstigere Alternative bietet.

Wichtig ist, dass keine Lücke im Versicherungsschutz besteht. Aus diesem Grund sollten Kündigungsfristen beachtet werden. Oft heißt es, dass grundsätzlich der bestehende Vertrag bei einem Wechsel der Versicherung drei Monate vor der Hauptfälligkeit gekündigt werden sollte. Die Hauptfälligkeit bezeichnet in der Regel den Monat des Vertragsabschlusses oder den 1. Januar eines Jahres und somit den Zeitpunkt, zu dem der Beitrag fällig wird. Bei andsafe ist die Kündigung täglich möglich, somit ist ein Wechsel flexibler. Anschließend kann dann in Ruhe der Privathaftpflicht-Vergleich durchgeführt werden.

Gut versichert mit der Privathaftpflicht von andsafe

Mit der Privathaftpflicht von andsafe sind Sie nicht nur im Alltag gut geschützt – der Versicherungsschutz gilt weltweit bei Personen-, Vermögens- und Sachschäden. So sind Sie und Ihre Familie auch bei Urlauben und Auslandsaufenthalten gut abgesichert. Die Privathaftpflicht bietet Schutz für Sie und Ihre Familie, auch dann, wenn Schäden durch deliktunfähige Kinder entstanden sind.

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