Versicherung gegen Asbestschäden: Betriebshaftpflichtversicherung für das Baugewerbe

Auch nach vielen Jahren des Verbots müssen sich Bauhandwerker mit dem gefährlichen Werkstoff Asbest auseinandersetzen. Ob in Dämmmaterialien, Klebern, Verbundwerkstoffen oder Bauteilen: Asbestfasern können überall lauern.

Setzen Handwerker sie frei, muss die Firma die Baustelle von Asbeststaub und -fasern befreien – und das kann ganz schön ins Geld gehen. Mit einer Betriebshaftpflichtversicherung können sich Unternehmen gegen diese Schäden absichern.

Was ist Asbest?

Asbest ist ein mineralischer Faserstoff, den Anwender im Bauwesen und der Bauindustrie aufgrund seiner Merkmale über viele Jahrzehnte hinweg einsetzten. Asbest ist fest, hitzebeständig bis etwa 1000 °C und sehr widerstandsfähig gegen schwache Säuren und viele andere Chemikalien. Asbestfasern haben eine lange Lebensdauer und lassen sich auf vielfältige Weise verarbeiten.

Nachdem Asbest ab dem 19. Jahrhundert einen regelrechten Boom erlebte und in allen möglichen Verwendungsformen auftauchte, geht es heute vor allem um die Beseitigung davon. Denn das Material ruft, zum Teil nach langer Latenzzeit, gesundheitliche Schäden sowie Berufskrankheiten, vor allem in der Lunge, hervor. Es kann sogar asbestbedingt zu Lungenkrebs kommen.

Wie gefährdet Asbest die Gesundheit?

Sind Personen einer hohen Belastung ausgesetzt, steigt für sie das Risiko gesundheitlicher Schäden und Berufskrankheiten. Asbest gilt als krebserregend und ist verantwortlich für Lungenkrebs. Berufskrankheiten, die in Zusammenhang mit Asbest auftreten, heißen Asbestose und Mesotheliom. Das Einatmen von Asbestfasern über einen langen Zeitraum gilt als Risikofaktor. Asbestose bezeichnet die asbestbedingte Veränderung des Gewebes und eine Vernarbung der Lunge, die dort schließlich Krebs auslösen kann.

Was sind Asbestschäden?

Versicherer bezeichnen damit Schäden, die durch das unkontrollierte Freisetzen von Asbestfasern, Asbeststaub oder anderen asbesthaltigen Substanzen entstehen. In der Regel entstehen sie auf Baustellen, wenn Handwerker bei Sanierungsmaßnahmen alter Gebäude aus Versehen auf asbesthaltige Produkte stoßen.

Die kleinen Asbestpartikel breiten sich in der gesamten Umgebung aus und verunreinigen die Raumluft. Da die Fasern weder einen entsprechenden Geruch haben noch mit dem bloßen Auge zu erkennen sind, sprechen Handwerker auch von der unsichtbaren Gefahr. Denn der Stoff ist für Menschen gesundheitsschädlich und löst Asbestose und Mesotheliom aus.

Wenn ein Handwerksunternehmen der Verursacher ist, ist es für die Beseitigung der Fasern, sowie für das Eindämmen gesundheitlicher Risiken, verantwortlich. Aus diesem Grund empfiehlt es sich für Bauhandwerker dagegen eine Haftpflicht beziehungsweise Betriebshaftpflichtversicherung mit entsprechenden Leistungen abzuschließen.

Asbest im Baugewerbe

Bei Arbeiten in älteren Gebäuden laufen Handwerker Gefahr, Fasern freizusetzen und die Umgebung mit Asbest zu verseuchen. Aus diesem Grund sollten sich gerade Bauhandwerker bei einem Versicherer mit einer Betriebshaftpflicht absichern. Informieren Sie sich bei andsafe über eine Haftpflichtversicherung speziell für Ihren Betrieb.

Asbest erkennen

Vor einer Instandsetzung lohnt es sich die Baustelle und den Arbeitsplatz zu sondieren, um vorzubeugen. Doch Asbest zu erkennen, ist gar nicht so einfach. Zum einen gibt es keinen typischen Asbest-Geruch, denn der Stoff ist völlig geruchlos.

Zum anderen liegt Asbest in den wenigsten Fällen ungebunden und in Reinform vor – das heißt, sehen können wir ihn meist auch nicht. Allerdings gibt es ein paar typische asbesthaltige Bauteile und Verwendungsformen, die die Quelle sein können:

  • Isolierungen
  • Dämmstoffe
  • Dichtungen
  • Wandverkleidungen
  • Spachtelmasse

Wenn Asbest unverbunden und in Reinform vorliegt, ist er dunkelgrün bis grau und besteht aus Fasern. Allerdings gibt es auch festverbundenen Asbest, zum Beispiel Asbestzement.

Wie lange bleibt Asbest in der Luft?

Wie lange Asbest in der Luft bleibt und ein Risikofaktor darstellt, kann nicht prinzipiell beantwortet werden, denn dies hängt von der Konzentration der Fasern ab. Wie hoch die Konzentration an Fasern ist, können wir mit bloßem Auge nicht erkennen, sondern muss mit speziellen Messinstrumenten geprüft werden. Wichtig ist, die asbestbedingte Gefahr niemals zu unterschätzen.

Asbesthaltige Bauteile und Materialien geben bereits bei kleinsten Erschütterungen Asbestfasern ab. Freigesetzter Asbest wirbelt durch die Luft und setzt sich ab, bis ein Luftzug die Fasern wieder aufwirbelt. Eine intensive Belüftung leitet Asbestfasern nach draußen. Bei einer hohen Konzentration sollte sich jedoch ein Mitarbeiter einer Spezialfirma um die Beseitigung kümmern. Ist ein Unternehmen verantwortlich, übernimmt eine Haftpflichtversicherung hierfür die Kosten.

Welche Rolle spielt das Baujahr?

Anhand des Baujahres eines Hauses, eines Büros oder eines anderen Gebäudes können Sie das Risiko einer Asbestbelastung einschätzen. 1993 war das Jahr der Wende in Sachen Asbest: Denn in diesem Jahr trat ein Gesetz in Kraft, das die Herstellung und Verwendung von Asbest in Deutschland bis heute untersagt.

In Häusern, die nach 1993 errichtet wurden, besteht demnach eine geringe Gefahr für eine Belastung.

Fokus: Asbestschäden in der Betriebshaftpflichtversicherung

Um sich gegen finanzielle Folgen zu schützen, steht Betrieben die Betriebshaftpflicht zur Verfügung. Sie springt für die Versicherungsnehmer bei resultierenden Haftpflichtansprüchen ein. Versichert sind in der Regel Haftpflichtansprüche sowohl aufgrund von Personen- als auch Sachschäden. Mit einer Betriebshaftpflichtversicherung von andsafe ist Ihr Unternehmen gegen Schäden bis zehn Millionen Euro versichert.

Versicherung von Asbestschäden

Wenn Ihr Unternehmen von einem erhöhten Risiko betroffen ist, sollten sie sich mit einer Betriebshaftpflichtversicherung mit entsprechenden Leistungen absichern. Im Fall der Fälle können Sie Ihren Auftraggebern mit einer Versicherung selbstbewusst und professionell begegnen. Auch die private Haftpflichtversicherung übernimmt möglicherweise Kosten. Versicherungsnehmer sollten checken, ob die eigene private Haftpflichtversicherung Schutz bei möglichen Ansprüchen wegen Schäden, die auf das Material zurückzuführen sind, einspringt.

Dachdecker & Co.: Welche Berufsgruppen müssen sich absichern?

Es sind insbesondere Handwerksbetriebe der Bereiche Sanierung, Renovierung und Innenausbau, die sich mit einer Versicherung gegen Asbestschäden absichern sollten.
Von einem hohen Risiko betroffen sind beispielsweise Abbruchfirmen, Aufzugsbauer, Brandschutzbetriebe, Elektriker, Sanitär- und Heizungsinstallateure sowie Trockenbauer, Fliesenleger und Dachdecker. Für sie ist eine Haftpflichtversicherung gegen asbestbedingte Schäden empfehlenswert.

Aber auch Deponien und Wertstoffannahmestellen sollten darüber nachdenken, ob sie sich nicht mit einer Versicherung absichern wollen.

Die Betriebshaftpflicht von andsafe bietet Ihnen als Versicherungsnehmer Versicherungsschutz gegen solche und viele weitere Schäden.

Asbest versichern: Schadenfall Beispiele

Das Risiko für Handwerker, Schäden durch Asbest zu verursachen, ist auch nach vielen Jahren des Verbots weiterhin hoch. Zwei Fallbeispiele zeigen, wie schnell eine ungewollte Asbestbelastung bei einer Sanierung auftreten kann.

Fallbeispiel 1: Sachschaden durch Asbest in Spachtelmasse und Fliesenkleber

Bei einer Badsanierung schlägt ein Bauhandwerker alte Fliesen von der Wand, um den Putz anschließend abzuschleifen. Erst sein Kollege äußert einen Verdacht und hat Recht: Die Baustelle ist mit Asbeststaub und -fasern kontaminiert. Um die Reinigung muss sich eine Spezialfirma kümmern, sodass eine ordentliche Schadensumme entsteht.

Fallbeispiel 2: Personenschaden durch Austausch einer asbesthaltigen Dämmung

Eine Handwerksfirma erhält den Auftrag, die Dämmung eines Dachstuhls auszutauschen. Ohne von einer Asbestbelastung zu wissen, reißen sie die Dämmung heraus und verteilen die feinen Asbestfasern im gesamten Haus.

Der Privatkunde lebt unbehelligt weiter in dem Haus und entwickelt nach ein paar Jahren Latenzzeit eine Lungenkrankheit. Sie ist auf die Sanierung zurückzuführen, sodass der Betrieb für den Schaden aufkommen muss.

Schon gewusst? Eine Betriebshaftpflicht deckt so einige Personenschäden ab. Hier erfahren Sie mehr!

Absicherung mit der Betriebshaftpflicht von andsafe

Wenn Kunden wegen Asbestschäden Haftpflichtansprüche anmelden, sind Handwerker mit der Betriebshaftpflicht von andsafe auf der sicheren Seite. Sie profitieren als Versicherungsnehmer nicht nur von einem umfassenden Versicherungsschutz, der Haftpflichtansprüche sowohl bei Personen- als auch bei Sachschäden abdeckt, sondern auch von einem fairen Preismodell.

Bei andsafe sind Sie in allen Schadensbereichen mit derselben Summe versichert und zahlen einen individuellen, auf Ihren Jahresumsatz angepassten Beitrag.

Ausgezeichnetes Engagement

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