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Existenzgründung & Selbstständigkeit

Corona-Krise: Das sind die Zuschüsse und Hilfskredite für Selbstständige

1. Corona stellt Selbstständige vor finanzielle Probleme

Die Corona-Krise stellt Selbstständige, Kleinunternehmer und Freiberufler vor ein noch nie dagewesenes Problem. Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten, in die Unternehmer kommen, übertreffen sogar die Auswirkungen der Finanzkrise 2008. Insbesondere für Selbstständige und kleinere Unternehmen bedeutet die Pandemie: Ausbleiben von Zulieferungen oder Bestellungen aus dem Ausland, Ausfall von Mitarbeitenden und generell eine schwierige Auftragslage. Diese immense, wirtschaftliche Belastung führt dazu, dass viele Unternehmer Kredite aufnehmen müssen und dingend Förderungen brauchen, um ihre Zukunft abzusichern.

Die Bundesregierung hat im Zuge der Corona-Krise deshalb ein Hilfspaket geschnürt, das für viele Unternehmer für Entlastung sorgen kann. Insgesamt sind über 50 Milliarden Euro bereitgestellt. Das Ziel ist, Kleinstunternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen und Solo-Selbstständige sowie Freiberufler mit bis zu zehn Beschäftigten durch eine finanzielle Soforthilfe zu unterstützen. Doch nicht nur Zuschüsse werden von unserem Land bereitgestellt. Steuervergünstigungen, Stundungen, der erleichterte Zugang zu Kurzarbeitergeld und weitere Maßnahmen helfen Unternehmern jetzt zu dieser kritischen Zeit. Wir haben zusammengefasst, was Sie jetzt als Unternehmer wissen müssen.

In Kürze haben wir hier die wichtigsten Fragen zu Hilfskrediten beantwortet:

Welche Soforthilfen für Selbstständige gibt es in der Corona-Krise?

Zum einen erhalten Selbstständige und Kleinunternehmer finanzielle Unterstützung vom Bund, zum anderen bieten einige Bundesländer weitere Förderungen zusätzlich an. Weiterhin nimmt der Bund kleineren Unternehmen einiges an Steuerlast ab. Es gibt außerdem unabhängige Institutionen, die zusätzliche Förderungen und Darlehen anbieten.

Die Soforthilfe teilt sich in zwei verschiedene Aspekte: Förderung durch direkte finanzielle Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden können und die Förderung bei der Aufnahme von Krediten, die in vollem Umfang zurückgezahlt werden müssen.

Welche Kredite können Unternehmen und Selbstständige aufgrund der Corona-Krise beantragen?

Die wichtigste Bank, die für Kredite rund um die Corona-Krise zuständig ist, ist die KfW Förderbank (Kreditanstalt für Wiederaufbau). Sie übernimmt und unterstützt vom Land einen Großteil des Risikos (bis zu 90 % bei kleineren und mittleren Unternehmen) von Krediten, die Banken an Unternehmen, die durch die Krise in Bedrängnis gekommen sind, auszahlen.

Die Rückzahlung allerdings bleibt zu 100 % beim Kreditnehmer. Die Förderbank unterscheidet drei verschiedene Arten von Krediten (Kredite an Unternehmen mit einem Unternehmensalter > fünf Jahre, Kreditvergabe an Unternehmen mit einem geringeren Alter als fünf Jahre sowie Konsortialfinanzierungen ab 25 Millionen Euro.)

Wer kann den Zuschuss für Soforthilfe erhalten?

Diese Frage unterteilt sich in zwei Bereiche:
Welche Anforderungen muss der Antragssteller eines Kredites erfüllen?
Unternehmen, die durch die Corona-Krise einen Kredit bei der KfW beantragen, müssen bescheinigen, dass sie vor der Krise (vor dem 31.12.2019) keine Schwierigkeiten in ihrer Liquidität und keinen Umsatz- oder Ertragsrückgang von mehr als 10 % hatten. Es muss gezeigt werden, dass sich bis zum Zeitpunkt vor der Krise die wirtschaftliche Lage des Unternehmens nicht wesentlich verschlechtert hat. Zudem muss die Zahlungsfähigkeit gewährleistet sein, um den Kredit zurückzahlen zu können. Das wird von der jeweiligen Hausbank geprüft.

Welche Anforderungen muss der Antragssteller erfüllen, um direkte Zuschüsse zu erhalten?
Die direkte finanzielle Bezuschussung des Bundes betrifft Kleinunternehmen und Solo-Selbstständige sowie Personen, die in freien Berufen arbeiten. Die Förderungen des Bundes betreffen Unternehmende mit maximal zehn Beschäftigten. Dabei darf das Unternehmen nicht vor März 2020 in wirtschaftlichen Schwierigkeiten gewesen sein – und es muss einen wirtschaftlichen Schadenseintritt nach dem 11. März 2020 verzeichnet haben. Die Bundesländer bieten darüber hinaus teilweise noch weitere Zuschüsse an, von denen auch Unternehmen mit mehr als zehn Beschäftigten profitieren können.

Welche Anträge müssen Selbstständige für die Soforthilfe ausfüllen?

Die direkte Soforthilfe des Pakets „Corona-Soforthilfe für Kleinstunternehmen und Solo-Selbständige“ wird von den einzelnen Bundesländern bearbeitet und bewilligt. Entsprechend werden die Anträge im Bundesland des Unternehmens eingereicht. Weil die Abwicklung so einfach und schnell wie möglich passieren soll, werden die meisten Formulare digital eingereicht – entweder über ein PDF, das per E-Mail verschickt wird oder direkt durch einen Online-Antrag. Nur wenige Länder haben die Voraussetzung, dass der Antrag per Post zugestellt werden muss. Den Link zur Soforthilfe inklusive Anleitung finden Sie im entsprechenden Kapitel zu Ihrem Bundesland.

Wie hoch ist der Zuschuss für die Corona-Hilfe?

Der Bund hat beschlossen, dass für Selbstständige, Kleinstunternehmer und Freiberufler mit bis zu fünf Beschäftigten 9.000 Euro für drei Monate zur Verfügung gestellt werden. Für Antragsberechtigte mit bis zu zehn Beschäftigten sind es 15.000 Euro für drei Monate. Allerdings bieten einige Bundesländer, darunter Baden-Württemberg und Bayern, auch Unterstützung für größere Unternehmen an. Genaueres finden Sie im jeweiligen Kapitel Ihres Bundeslandes.

Muss der Corona-Hilfe Zuschuss zurückgezahlt werden?

Nein, die Soforthilfe des Bundes und der Länder muss nicht zurückgezahlt werden. Anders ist es bei den Corona-Hilfskrediten: Diese werden in Ihrer Bank beantragt und müssen, wie normale Kredite, vollständig zurückbezahlt werden.

Welche Bank gibt Kredite für Selbstständige in der Corona-Krise?

Die Corona-Hilfskredite selbst werden von Ihrer Hausbank vergeben. Haupt-Risikoträger für diese Kredite ist die KfW Förderbank. Durch ihre Risikoübernahme ist es wahrscheinlich, dass Ihnen der Kreditgeber den Kredit gewährt. Bisher sind keine Zinserleichterungen vorgesehen. Zur Vorbereitung des Termins in Ihrer Bank unterstützt Sie das KfW Bank Online-Formular.

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2. Keine Obergrenze für Kredite festgelegt

Das Corona-Hilfspaket, das für die finanzielle Soforthilfe für Kleinunternehmen, mittelständische Firmen und Selbstständige bereitgestellt, wird hat einen Umfang von insgesamt 50 Milliarden Euro. In dem beschlossenen Wirtschaftsstabilisierungsfonds ist allerdings noch mehr enthalten. Laut Bundesfinanzministerium stehen zur Verfügung:

  • 100 Milliarden Euro für Kapitalmaßnahmen

  • 400 Milliarden Euro für Bürgschaften

  • Bis zu 100 Milliarden Euro für die Refinanzierung bereits beschlossener KfW-Programme

Die KfW stellt in unbegrenztem Volumen verschiedene Kreditprogramme bereit, um kleine und mittelgroße Unternehmen aus unverschuldeten Finanznöten zu lindern. Dabei übernimmt sie 80–90 % des Risikos der Kreditprogramme.

Die finale Bewilligung läuft allerdings nach wie vor über Ihre persönliche Hausbank. Um bestmöglich auf das Gespräch mit ihr vorbereitet zu sein, können Sie das KfW Bank Online-Formular verwenden, mit dem Sie Ihre Kreditmöglichkeiten sowie die wahrscheinliche -höhe vorab berechnen können. Als zusammengefasstes Dokument können Sie diese Unterlagen direkt zum Gespräch mitnehmen.

Mittlerweile hat die Regierung noch ein weiteres Kredit-Paket beschlossen. Dieses neue Paket garantiert die volle Risikoübernahme der Kredite durch die KfW (100 %). Einigen Banken war das Risiko, trotz der hohen Risikoübernahme der KfW, dennoch zu hoch. Dem wirkt das Land nun mit dem neuen Kredit-Paket entgegen: Unternehmen, die 2019 bereits wirtschaftlich tätig waren, können nun einen Kredit über drei Monatsumsätze aufnehmen. Eine Voraussetzung dabei ist auch, dass das Unternehmen vor dem 31.12.19 nicht schon in wirtschaftlichen Schwierigkeiten gewesen sein darf. Die Laufzeit beläuft sich auf zehn Jahre – die vorherigen KfW Kreditprogramme laufen halb so lang.

Die Schnell-Kreditvergabe richtet sich laut Bundesfinanzministerium an Unternehmen mit mehr als zehn Beschäftigten und die seit mindestens 01.01.19 am Markt gewesen sind. Die weiteren Eckdaten:

  • Maximal 800.000 Euro für Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl über 50 Mitarbeitern

  • Maximal 500.000 Euro für Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl von 11 bis 50

  • Zinssatz in Höhe von aktuell 3 % mit Laufzeit 10 Jahre

  • Die Kreditbewilligung erfolgt ohne weitere Kreditrisikoprüfung durch die Bank oder die KfW

3. Zuschüsse beantragen und Hilfe bei der Grundsicherung

Wichtige Information: Es gibt für die Zuschüsse eine Antrags- und Auszahlungsfrist: Anträge müssen bis spätestens 31.05.2020 bei der zuständigen Landesbehörde eingegangen sein!

Wie also funktioniert die Beantragung der Zuschüsse? Grundsätzlich läuft die Antragstellung digital und wird vollständig von den Bundesländern übernommen. Damit sichert Deutschland ab, dass nicht einige Anträge beim Land und andere beim Bund gestellt werden müssen. Der Ablauf soll also so unbürokratisch wie möglich sein. Informieren Sie sich direkt zum Antrag im Kapitel Ihres Bundeslandes.

Was kann beantragt werden? Für Kleinunternehmer, mittelständische Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler mit bis zu fünf Mitarbeitern kann eine Einmalzahlung von 9.000 € für drei Monate beantragt werden. Für Unternehmende mit bis zu zehn Mitarbeitern kann eine Einmalzahlung von bis zu 15.000 € für drei Monate beantragt werden. Zusätzlich bieten einige Bundesländer die Möglichkeit einer Einmalzahlung auch für größere Unternehmen an: Baden-Württemberg beispielsweise unterstützt Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten mit einem Geldbetrag von bis 30.000 €.

Wie werden Selbstständige bei der Grundsicherung unterstützt? Zusätzlich zu den Bezuschussungen wurde ein neues Gesetz beschlossen. Hierdurch wird das Sozialschutz-Paket ermöglicht, das Menschen in Selbstständigkeit den Zugang zur Grundsicherung (Arbeitslosengeld II) erleichtert. Die Voraussetzung zum Erhalt der Grundsicherung erfüllen Sie, wenn Sie finanzielle Engpässe haben, zum Beispiel wenn Sie…

  • angestellt sind, aber Ihren Lebensunterhalt nicht durch das eigene Einkommen decken können

  • selbstständig / freiberuflich tätig sind und durch die aktuelle Auftragslage Ihren Lebensunterhalt nicht vollständig decken können

  • Kurzarbeitergeld erhalten und damit nicht Ihren Lebensunterhalt decken können

Der Antrag auf Grundsicherung muss ausgefüllt bei Ihrem zuständigen Jobcenter eingereicht werden. Er kann entweder per Post zugestellt oder digital eingereicht werden (einscannen und per E-Mail an Ihr Jobcenter schicken). Ihr zuständiges Jobcenter finden Sie auf der Website der Bundesagentur für Arbeit. Weiterführende Informationen finden Sie auf der Website der Arbeitsagentur zum Thema Corona-Grundsicherung.

4. KfW Bank: Hilfskredite beantragen

Die KfW Förderbank hilft mittelständischen Firmen, Selbstständigen und Freiberuflern dabei, einen Kredit bei ihrem Geldinstitut beantragen zu können. Weil sie dabei einen überdurchschnittlich hohen Anteil des Risikos übernimmt, ist es wahrscheinlich, dass Ihr Antrag über die Kreditvergabe von Ihrer Hausbank genehmigt wird. Die KfW bietet verschiedene Kredit-Möglichkeiten an:

– den KfW-Unternehmerkredit (für Unternehmen, die älter als fünf Jahre sind) und

– den KfW-ERP-Gründerkredit Universell (für Unternehmen, die jünger als fünf Jahre sind)

– den KfW-Schnellkredit (für Unternehmen mit mehr als zehn Mitarbeitern) (aktuell noch keine genaueren Informationen, sobald verfügbar werden Sie auf der Website der KfW zum Schnellkredit zu finden sein.

Wenn Ihr Unternehmen jünger als drei Jahre ist und keine Jahresabschlüsse vorliegen, können Unternehmen ebenfalls einen ERP-Gründerkredit Universell beantragen. Allerdings liegt dann die volle Risikoübernahme bei Ihrer Bank. Eine mögliche Alternative bietet das ERP-Gründerkredit Startgeld, mit dem Sie bis zu 30.000 € für Betriebsmittel beantragen können – mit bis zu 80 % Risiko­übernahme durch die KfW.
Eine Übersicht über alle Kreditmöglichkeiten der KfW im Zuge der Corona-Krise finden Sie im Förderprogramm auf der Website der Förderbank.

Wie hoch darf der Kredit maximal sein? Der Kredithöchstbetrag kann sich aus verschiedenen Faktoren berechnen. Das Kriterium, bei welchem die höchste Kreditsumme möglich ist, ist ausschlaggebend. Der Kreditrahmen berechnet sich aus…

– 25 % Ihres Jahresumsatzes 2019 oder
– dem Doppelten Ihrer Lohnkosten 2019 oder
– Ihrem Finanzierungsbedarf für die nächsten 18 Monate bei kleinen und mittleren Unternehmen (bis 250 Mitarbeiter / 50 Millionen Euro Umsatz) beziehungsweise 12 Monate bei großen Unternehmen

Welche Unterlagen muss ich zum Gespräch mit der Bank mitbringen?
– Die Jahresabschlüsse der letzten beide Jahre
– Wenn für 2019 noch kein Jahresabschluss vorliegt, sollten Sie die Betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA) von Dezember 2019 vorlegen
– Optional zusätzlich die Auswertung des KfW Bank Online-Formulars

Beantragen müssen Sie Ihren Kredit bei Ihrem Geldinstitut (Sparkassen, Volksbanken, …). Weitere Eckdaten zu den von der KfW geförderten Krediten:

– Der zugesagte Kredit muss nicht (vollständig) abgerufen werden. Wenn Sie verzichten, fallen keine Kosten oder Gebühren an.
– Die Anzahl der Anträge ist unbegrenzt. Wird eine Kreditsumme von 3 Millionen Euro überschritten, wird der Antrag nicht mehr von der Bank, sondern direkt von der KfW überprüft.
– Im ersten Jahr fallen nur Zinsen (keine Tilgung) an

5. Corona-Hilfe: Zusätzliche Förderungen der Bundesländer

Viele Bundesländer bieten zusätzlich zu den Zuschüssen des Bundes weitere Angebote für Selbstständige, Freiberufler und kleine Unternehmen an. Welche Bundesländer was anbieten, erfahren Sie in den folgenden Kapiteln.

In jedem Bundesland ist es jetzt möglich, die Zuschüsse zur Soforthilfe zu beantragen. Wir führen in den Kapiteln über die Hilfen der Bundesländer jeweils die Wege zur Beantragung auf und linken direkt zu den Anträgen. Außerdem führen wir bundeslandabhängige Leistungen und Zuschüsse zur Corona-Hilfe auf.

Baden-Württemberg

Antragsberechtigt sind:
– Sozialunternehmen
– Solo-Selbstständige
– Freiberufler (Künstler eingeschlossen)

Voraussetzungen:
– Maximal bis zu 50 Beschäftigten
– Hauptsitz in Baden-Württemberg
– Solo-Selbstständige müssen entweder Haupteinkommen oder mindestens ein Drittel des Nettoeinkommens des Haushaltes bestreiten
– Direkte Betroffenheit vom Virus (ab 11.03.2020)

Förderungen:
– Bis zu 5 Beschäftigte für drei Monate: 9.000 Euro
– Bis zu 10 Beschäftigte für drei Monate: 15.000 Euro
– Bis zu 50 Beschäftigte für drei Monate: 30.000 Euro

Vorgehensweise:
Laden Sie sich für den Antrag Corona-Hilfe Baden-Württemberg das PDF herunter und drucken Sie es aus. Füllen Sie das PDF vollständig aus und scannen oder fotografieren Sie das komplette Dokument. Dieses muss später als eine PDF-Datei hochgeladen werden. Das PDF muss digital eingereicht werden – ausschließlich über die Website https://www.bw-soforthilfe.de/. (Achtung – Warnung des Landeskriminalamts Baden-Württembergs: Anträge dürfen ausschließlich über die genannte Website hochgeladen werden. Es gab bereits Betrugsversuche mit Portalen über falsche Links!) Weitere Informationen finden Sie auf der Landes Website Baden-Württemberg.

Antrag: https://assets.baden-wuerttemberg.de/pdf/Antrag_Soforthilfe-Corona_BW.pdf
Weitere Informationen: https://wm.baden-wuerttemberg.de/de/service/foerderprogramme-und-aufrufe/liste-foerderprogramme/soforthilfe-corona/

Bayern

Antragsberechtigt sind:
– Unternehmen und selbstständige Angehörige der Freien Berufe (bis zu 250 Erwerbstätige)
– Solo-Selbstständigem Angehörige der Freien Berufe sowie Unternehmen bis zu 10 Beschäftigte (eingeschlossen landwirtschaftliche Urproduktion)

Voraussetzungen:
– Arbeitsstätte in Bayern
– Direkte Betroffenheit vom Virus (ab 11.03.2020)

Förderungen:
– bis zu 5 Erwerbstätige: 9.000 Euro
– bis zu 10 Erwerbstätige: 15.000 Euro
– bis zu 50 Erwerbstätige: 30.000 Euro
– bis zu 250 Erwerbstätige: 50.000 Euro

Vorgehensweise:
Der Antrag zur Soforthilfe Corona für Bayern erfolgt komplett digital. Die Einreichung erfolgt automatisch nach vollständigem Ausfüllen des Online-Formulars. Nach Ihrer Antragstellung erhalten Sie eine automatische Eingangsbestätigung an Ihre E-Mail-Adresse. Weitere Informationen finden Sie auf der Website des bayrischen Staatsministerieums.

Antraghttps://ibb.queue-it.net/?c=ibb&e=03&cid=de-DE
Weitere Informationenhttps://www.ibb.de/de/foerderprogramme/corona-zuschuss.html
FAQhttps://www.ibb.de/de/wirtschaftsfoerderung/themen/coronahilfe/faq-coronahilfen.html

Berlin

Antragsberechtigt sind:
– Klein- und Kleinstunternehmen mit maximal fünf beziehungsweise zehn Beschäftigten
– Freiberufler und Solo-Selbständige vor allem aus den Bereichen Gesundheit, Gleichstellung, Handel und Dienstleistung, Jugend und Bildung, Kreativwirtschaft, Kultur, Soziales, Sport und Tourismus

Voraussetzungen:
– Betriebsstätte / Sitz in Berlin
– Gemeldet bei einem deutschen Finanzamt

Förderungen:
– maximal 5 Beschäftigte: bis zu 9.000 Euro
– maximal 10 Beschäftigte: bis zu 15.000 Euro
– Zudem hat der Berliner Senat Soforthilfen als Zuschuss für Selbstständige in Kultur- und Kreativwirtschaft beschlossen.

– Maximal 5.000 Euro Zuschuss für sechs Monate (Einzelpersonen)
– Maximal 5.000 Euro Zuschuss für drei Monate (Mehrpersonenbetriebe)
– Beantragen können Personen diesen Zuschuss ebenfalls über die IBB

Vorgehensweise:
Über den Link zum Corona-Hilfe Antrag der Investitionsbank Berlin können Sie sich in die Warteschlange stellen, bis Sie Ihren Antrag ausfüllen können. Der Antrag erfolgt vollständig digital. Halten Sie für den Antrag folgende Informationen parat: Name, Straße, PLZ, Rechtsform der Firma, amtliches Ausweisdokument (z. B. Scan des Personalausweises), Steueridentifikationsnummer und Bankverbindung der Firma. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Investitionsbank Berlin sowie im IBB FAQ.

Brandenburg

Antragsberechtigt sind:
– Gewerbliche Unternehmen (bis zu 100 Erwerbstätige)
– selbstständige Angehörige der Freien Berufe

Voraussetzungen:
– Betriebs- bzw. Arbeitsstätte im Land Brandenburg

Förderungen:
– bis zu 5 Erwerbstätige: bis zu 9.000 Euro
– bis zu 15 Erwerbstätige: bis zu 15.000 Euro
– bis zu 50 Erwerbstätige: bis zu 30.000 Euro
– bis zu 100 Erwerbstätige: bis zu 60.000 Euro

Vorgehensweise:
Laden Sie den Corona-Hilfe Antrag für Brandenburg als PDF herunter und füllen Sie ihn vollständig digital aus. Der Antrag wird digital, gemeinsam mit den (eingescannten) Unterlagen Handelsregisterauszug / vergleichbare Unterlagen, Gewerbeanmeldung, Kopie des Personalausweises, Lohnjournal / gleichwertige Unterlagen für Erwerbstätige/Beschäftigte per E-Mail an soforthilfe-corona@ilb.de geschickt. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Investitionsbank Brandenburg.

Antraghttps://www.ilb.de/media/dokumente/dokumente-fuer-programme/dokumente-mit-programmzuordnung/wirtschaft/zuschuesse/soforthilfe-corona-brandenburg/antrag-soforthilfe-corona-brandenburg.pdf
Weitere Informationenhttps://www.ilb.de/de/wirtschaft/zuschuesse/soforthilfe-corona-brandenburg/

Bremen

Antragsberechtigt sind:
– Kleinstunternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten und weniger als 2 Millionen Euro Jahresumsatz
– Solo-Selbstständige und Freiberufler
– Unternehmen mit mehr als 10 und weniger als 50 Beschäftigten mit maximal 10 Millionen Euro Jahresumsatz / Jahresbilanzsumme

Voraussetzungen:
– Betriebs- bzw. Arbeitsstätte in Bremen und Bremerhaven
– bei einem deutschen Finanzamt angemeldet
– wirtschaftlicher Schaden durch die Corona-Pandemie liegt vor
– keine wirtschaftlichen Schwierigkeiten vor dem 31.12.2019

Förderungen:
– für Betriebe bis 5 Mitarbeitern: bis zu 9.000 Euro
– für Betriebe mit bis 10 Beschäftigten: bis zu 15.000 Euro
– für Betriebe mit 10-50 Beschäftigten: bis zu 20.000 Euro
– eine Kumulierung mit anderen Hilfen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie ist möglich, allerdings müssen Überkompensationen zurückgezahlt werden

Weitere Vergünstigungen in Bremen / Bremerhaven im Zuge der Corona-Krise:
– Herabsetzung oder Aussetzung laufender Vorauszahlungen zur Einkommensteuer bzw. Körperschaftsteuer auf Antrag
– Zinslose Stundung fälliger Steuerzahlungen
– Erlass von Säumniszuschlägen
– Verzicht auf Vollstreckungsmaßnahmen
– Durch einen formlosen Antrag, den Sie an Ihre Krankenkasse richten können, können Sie Stundung und Aussetzung der Vollziehung der Beiträge beantragen

Vorgehensweise:
Den Antrag der Corona-Hilfe Bremen laden Sie als PDF herunter und füllen ihn vollständig aus. (Sie benötigen den Adobe Acrobat Reader, um das Dokument zu öffnen. Falls im Dokument die Meldung „Please Wait…“ erscheint, müssen Sie das Dokument herunterladen und es dann lokal auf Ihrem Rechner mit dem Adobe Acrobat Reader öffnen.) Falls Ihr Unternehmen mehr als 10 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalent) beschäftigt, laden Sie das PDF des Landesprogramms herunter. Wenn ihr Unternehmen weniger als zehn Mitarbeiter beschäftigt, laden Sie das PDF des Bundesprogramms herunter. Der vollständig ausgefüllte Antrag, gemeinsam mit einem digitalen, amtlichen Ausweisdokument (z. B. Scan des Personalausweises) und ggf. weiteren Dokumenten wird direkt auf der Website der BAB Förderbank Bremen hochgeladen. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der BAB Bremen.

Bundesprogrammhttps://bab.contingent.de/foyer/deliver/bab-bund-csh.pdf
Landesprogrammhttps://bab.contingent.de/foyer/deliver/bab-land2-csh.pdf
Weitere Informationenhttps://www.bab-bremen.de/bab/corona-soforthilfe.html
Anträge hochladenhttps://bab.contingent.de/foyer/index/
 https://www.bab-bremen.de/bab/landesprogramm-soforthilfe-corona-bremen.html
Download Adobe Readerhttps://get.adobe.com/de/reader/

Hamburg

Antragsberechtigt sind:
– Kleine und mittlere Betriebe und Freiberufler

Voraussetzungen:
– Unmittelbare wirtschaftliche Betroffenheit durch die Corona-Pandemie durch existenzbedrohende Schieflage oder existenzgefährdende Engpässe in der Liquidität

Förderungen:
– Solo-Selbständige: bis zu 9.000 Euro vom Bund plus bis zu 2.500 Euro vom Land Hamburg
– Unternehmen mit 1 bis 5 Mitarbeitern: bis zu 9.000 Euro vom Bund plus bis zu 5.000 Euro vom Land Hamburg
– 5 bis 10 Mitarbeiter: bis zu 15.000 Euro vom Bund plus bis zu 5.000 Euro vom Land Hamburg
– 10-50 Mitarbeiter: bis zu 25.000 Euro vom Land Hamburg
– 50-250 Mitarbeiter: bis zu 30.000 Euro vom Land Hamburg

Vorgehensweise:
Zum Corona-Hilfe Antrag Hamburg kommen Sie über die Seite der IFB Hamburg. Scrollen Sie auf der Seite bis fast ganz nach unten, über den Downloads finden Sie den Link zum Online-Antragsformular. Nach Registrierung und Ausfüllen der Daten wird Ihr Antrag eingereicht. Für Ihre Unterlagen können Sie die Maske am Ende des Antrags ausdrucken. Befolgen Sie die Anweisungen während des Antragsprozesses. Weitere Informationen entnehmen Sie der Website der IFB Hamburg und den FAQ zur Corona-Soforthilfe Hamburg.

Weitere Informationenhttps://www.ifbhh.de/foerderprogramm/hcs
Antraghttp://www.ifbhh-hcs.de/
FAQhttps://www.ifbhh.de/api/services/document/2157

Hessen

Antragsberechtigt sind:
– Freiberufler und Kleinunternehmer mit bis zu 5 Beschäftigten
– Unternehmer mit bis zu 10 Beschäftigten

Voraussetzungen:
– Direkte wirtschaftliche Betroffenheit von der Corona-Pandemie

Förderungen:
– 1 bis 5 Arbeitnehmer: 10.000 Euro
– 6 bis 10 Arbeitnehmer: 20.000 Euro
– 11 bis 50 Arbeitnehmer: 30.000 Euro

Vorgehensweise:
Zum Antrag gelangen Sie über das PDF-Dokument Checkliste vor dem Antrag für die Corona-Hilfe Hessen. Am Ende des PDFs finden Sie den Link zum Antrag. Sie haben 30 Minuten Zeit, den Antrag auszufüllen – wenn die Zeit ausläuft, müssen Sie nochmal von vorne beginnen. Deshalb empfehlen wir, die Anleitung im PDF genau zu befolgen. Der Antrag wird automatisch nach Abschicken des Online-Antrags eingereicht. Vorab können Sie sich den Antrag im PDF Beispiel Online-Formular zur Soforthilfe Hessen anschauen. Weitere Informationen entnehmen Sie der Landes Website Hessen.

Antrag: https://rp-kassel.hessen.de/sites/rp-kassel.hessen.de/files/200402_Checkliste%20zu%20Soforthilfen_RPK_2.pdf
Beispielantrag: https://rp-kassel.hessen.de/sites/rp-kassel.hessen.de/files/200403_BeispielOnlineFormular.pdf
Weitere Informationen: https://rp-kassel.hessen.de/corona-soforthilfe

Mecklenburg-Vorpommern

Antragsberechtigt sind:
– gewerbliche Unternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen
– Solo-Selbstständige und Angehörige der Freien Berufe (einschließlich Kulturschaffende) mit bis zu 49 Beschäftigten
– Unternehmen mit bis zu 100 Beschäftigten

Voraussetzungen:
– Die Tätigkeit, in welcher die Engpässe entstehen, muss den Haupterwerb betreffen
– Direkte wirtschaftliche Betroffenheit durch die Corona-Pandemie

Förderungen:
– bis zu 5 Beschäftigte: bis zu 9.000 Euro
– bis zu 10 Beschäftigte: bis zu 15.000 Euro
– bis zu 24 Beschäftigte: bis zu 25.000 Euro
– bis zu 49 Beschäftigte: bis zu 40.000 Euro
– bis zu 100 Beschäftigte: Bis zu 60.000 Euro

Vorgehensweise:
Laden Sie den Corona-Hilfe Antrag für Mecklenburg-Vorpommern als PDF herunter. Füllen Sie den Antrag vollständig aus und schicken Sie ihn unterschrieben postalisch an

Landesförderinstitut
Mecklenburg-Vorpommern
Postfach 16 02 55
19092 Schwerin

Zusätzlich können Sie den Antrag an die E-Mail-Adresse soforthilfe@lfi-mv.de schicken. Allerdings muss der Antrag zwingend postalisch eingereicht werden. Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Landes Förder Instituts Mecklenburg-Vorpommern sowie in den PDF-Dokumenten Soforthilfeprogramm Merkblatt Mecklenburg-Vorpommern und FAQ-Soforthilfe Mecklenburg-Vorpommern.

Zum Antraghttps://www.lfi-mv.de/export/sites/lfi/foerderungen/corona-soforthilfe/download-coronahilfe/Antrag-Coronahilfe-Maerz-2020.pdf
Weitere Informationenhttps://www.lfi-mv.de/foerderungen/corona-soforthilfe/
Merkblatthttps://www.lfi-mv.de/export/sites/lfi/foerderungen/corona-soforthilfe/download-coronahilfe/Soforthilfeprogramm-Merkblatt-30032020.pdf
FAQhttps://www.lfi-mv.de/export/sites/lfi/foerderungen/corona-soforthilfe/download-coronahilfe/FAQ-Soforthilfe-31032020.pdf

Niedersachsen

Antragsberechtigt sind:
– Unternehmen
– freiberuflich Tätige
– Solo-Selbständige (auch Künstler und Kulturschaffende)
– Start-ups, die jünger als fünf Jahre sind

Voraussetzungen:
– Direkte wirtschaftliche Betroffenheit durch die Corona-Pandemie

Förderungen:
– bis 5 Beschäftigte: 9.000 Euro
– bis 10 Beschäftigte: 15.000 Euro
– bis 30 Beschäftigte: 20.000 Euro
– bis 49 Beschäftigte: 25.000 Euro

Vorgehensweise:
Laden Sie sich für den Corona-Hilfe Antrag Niedersachsen den Antrag als PDF herunter. Falls Sie weitere Kleinbeihilfen beziehen, laden Sie sich die Erklärung zu Kleinbeihilfen Niedersachsen ebenfalls herunter und reichen Sie sie ausgefüllt mit dem Antrag ein. Füllen Sie den Antrag vollständig aus und reichen Sie ihn per E-Mail an antrag@soforthilfe.nbank.de. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der NBank Niedersachsen.

Antrag: https://www.soforthilfe.nbank.de/downloads/Antragsformular%20Niedersachsen-Soforthilfe%20Corona%20mit%20finanzieller%20Unterst%C3%BCtzung%20des%20Bundes.pdf
Erklärung zu Kleinbeihilfenhttps://www.soforthilfe.nbank.de/downloads/Erklaerung%20zu%20Kleinbeihilfen.pdf ebenfalls ausfüllen und mitschicken.
Weitere Informationenhttps://www.soforthilfe.nbank.de/

Nordrhein-Westfalen

Achtung: NRW hat die Antragstellung aufgrund von Betrugsversuchen vorübergehend gestoppt. In der Woche nach Ostern soll das Antragsverfahren voraussichtlich mit höheren Sicherheitsmaßnahmen erneut starten.

Antragsberechtigt sind:
– kleine und mittlere Unternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen
– Solo-Selbstständige und Freiberufler (einschließlich KünstlerInnen)
– GründerInnen

Voraussetzungen:
– bis maximal 50 Beschäftigte
– Hauptsitz in Nordrhein-Westfalen
– angemeldet bei einem deutschen Finanzamt
– Finanzengpässe durch die Corona-Krise
– Waren oder Dienstleistungen des Antragsstellers wurden bereits vor dem 31. Dezember 2019 am Markt angeboten

Förderungen:
– für 1 bis 5 Beschäftigte: 9.000 Euro
– für 6-10 Beschäftigte: 15.000 Euro
– für 11-50 Beschäftigte: 25.000 Euro
– gesondert können freischaffende KünstlerInnen bis zu 2.000 Euro beantragen. Diese können ihren Antrag auf Förderung bei den zuständigen Bezirksregierungen eingereicht werden (s. Antrag)

Vorgehensweise:
Füllen Sie das Online-Formular zur Corona-Soforthilfe NRW aus. Der Antrag ist vollständig digital und wird elektronisch übermittelt. Sobald Sie den Antrag abgeschickt haben, erhalten Sie eine automatische Bestätigungs-E-Mail. Sie benötigen für die Antragsstellung ein amtliches Ausweisdokument (z. B. als Scan). Weitere Informationen für die Corona-Hilfe NRW finden Sie auf der Website des zuständigen NRW Ministeriums. Das FAQ zum Sonderprogramm für freischaffende KünstlerInnen finden Sie als PDF.

Antraghttps://soforthilfe-corona.nrw.de/lip/form/display.do?%24context=49F72318FBDA3F83C207
Weitere Informationen für die Corona-Hilfe NRWhttps://www.wirtschaft.nrw/nrw-soforthilfe-2020
Weitere Informationen für freischaffende KünstlerInnen NRWhttps://www.mkw.nrw/FAQ_Sofortprogramm

Rheinland-Pfalz

Antragsberechtigt sind:
– Solo-Selbständige
– Angehörige der Freien Berufe
– kleine Unternehmen
– Unternehmen mit landwirtschaftlicher Urproduktion mit bis zu 10 Beschäftigten

Voraussetzungen:
– Hauptsitz in Rheinland-Pfalz
– angemeldet bei einem deutschen Finanzamt
– Finanzengpässe durch die Corona-Krise
– Waren oder Dienstleistungen des Antragsstellers wurden bereits vor dem 31. Dezember 2019 am Markt angeboten

Förderungen:
– Selbstständige und Unternehmen bis zu 5 Beschäftigten: 9.000 Euro und bis 10.000 Euro Sofortdarlehen* des Landes bei Bedarf
– Unternehmen von 6 bis 10 Beschäftigten: 15.000 Euro und 10.000 Euro Sofortdarlehen des Landes bei Bedarf
– Unternehmen von 11 bis 30 Beschäftigten: bis zu 30.000 Euro Sofortdarlehen des Landes zuzüglich einem Landes-Zuschuss über 30 Prozent der Darlehenssumme

*Sofortdarlehen: Laufzeit von sechs Jahren, bis Ende 2021 zins- und tilgungsfrei. Sie müssen zurückgezahlt werden.

Vorgehensweise:
Laden Sie den Corona-Hilfe PDF Antrag der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz herunter und füllen Sie ihn vollständig aus. Gemeinsam mit den weiteren geforderten Dokumenten (z. B. Scan eines amtlichen Ausweisdokuments (Personalausweis), Kopie der Gewerbeanmeldung oder Handelsregisterauszugs etc.) können Sie den Antrag per E-Mail an csh@isb.rlp.de schicken oder postalisch an die folgende Adresse versenden:

Investitions- und Strukturbank
Rheinland-Pfalz (ISB)
Bereich 2.2 Zuschuss-, Fördermittelverwaltung
Holzhofstr. 4
55116 Mainz

Informationen zum Sofort-Darlehen sind nun auf der Website der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz verfügbar. Die Kredite können von
– Solo Selbständigen, Freiberuflern, Unternehmen und der Landwirtschaft bis einschließlich 30 Beschäftigte mit Sitz in Rheinland-Pfalz in Anspruch genommen werden
– Der Engpass in der Liquidität muss durch die Corona-Krise verursacht sein, wirtschaftliche Schwierigkeiten dürfen vorher nicht schon bestanden haben
– Der Landeszuschuss zur Kreditvergabe beträgt 30 %

Kredithttps://isb.rlp.de/604-corona-soforthilfe-kredit-rlp.html
Antraghttps://mwvlw.rlp.de/fileadmin/mwkel/Corona/1_-_Antrag_Corona_Soforthilfe_20200403.pdf
Weitere Informationenhttps://mwvlw.rlp.de/de/themen/corona/

Saarland

Antragsberechtigt sind:
– Kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 10 sozialversicherungspflichtigen Mitarbeitern (inkl. Künstler und Kulturschaffende)

Voraussetzungen:
– Unternehmen dürfen nicht bereits am 31.12.2019 in wirtschaftlichen Schwierigkeiten gewesen sein (gemäß Art. 2 Abs. 18 der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung)

Förderungen:
– Unternehmen mit bis zu 5 Mitarbeitern: 9.000 Euro
– Unternehmen mit bis zu 10 Mitarbeitern: 15.000 Euro

Vorgehensweise:
Füllen Sie den Online-Antrag zum Soforthilfeprogramm Corona Saarland vollständig aus. In einer Vorschau des saarländischen Coronahilfe-Antrags können Sie sich vorher informieren, welche Informationen während des Online-Antrags abgefragt werden. Wenn Sie den Antrag vollständig online ausgefüllt haben, können Sie ihn für Ihre Unterlagen als PDF herunterladen. Sie werden per E-Mail über Ihre Antragsstellung informiert. Bestätigen Sie über den Link in der E-Mail, dass Sie den Antrag übermitteln wollen. Dann haben Sie Ihren Antrag eingereicht. Weitere Informationen finden Sie auf der Landes Website des Saarlands.

Sachsen

Antragsberechtigt sind:
– Solo-Selbständige
– Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb
– kleine Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten

Voraussetzungen:
– Sitz oder Betriebsstätte in Sachsen
– Unternehmen, die zum 31. Dezember 2019 bereits in Schwierigkeiten gemäß Art. 2 Abs. 18 der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung gewesen sind, werden nicht gefördert

Förderungen:
– bis zu 5 Beschäftigten: bis zu 9.000 Euro
– bis zu 10 Beschäftigten: bis zu 15.000 Euro

Vorgehensweise:
Registrieren Sie sich für den Corona-Hilfe Antrag Sachen im Förderportal der SAB Sachsen. Füllen Sie den Antrag über das Portal Schritt für Schritt aus. Nach vollständigem Ausfüllen wird der Antrag elektronisch übermittelt, eine Unterschrift wird nicht zusätzlich benötigt. Befolgen Sie beim Ausfüllen die Hilfestellung zum Corona-Hilfe Antrag Sachsen. Weitere Informationen zum Thema Corona-Hilfe aus Sachsen finden Sie auf der Website der SAB Sachsen.

Antraghttps://portal.sab.sachsen.de/login;showLoginText=true;registrationAllowed=true;foerdergegenstand=05112-16247
Hilfestellunghttps://www.sab.sachsen.de/formulare/corona/hilfestellung-zur-elektronischen-antragstellung.pdf
Weitere Informationenhttps://www.sab.sachsen.de/f%C3%B6rderprogramme/sie-ben%C3%B6tigen-hilfe-um-ihr-unternehmen-oder-infrastruktur-wieder-aufzubauen/soforthilfe-zuschuss-bund.jsp

Sachsen-Anhalt

Antragsberechtigt sind:
– Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten einschließlich Kleinstunternehmen, Soloselbstständige und Freiberufler

Voraussetzungen:
– unmittelbare wirtschaftliche Betroffenheit von der Corona-Pandemie
– Wohn (-Sitz) oder Betriebsstätte in Sachen-Anhalt
– Nachweisliche Engpässe in der Liquidität nicht schon vor der Corona-Pandemie

Förderungen:
– bis zu 5 Mitarbeiter: bis zu 9.000 Euro
– bis zu 10 Mitarbeiter: bis zu 15.000 Euro
– bis zu 25 Mitarbeiter: bis zu 20.000 Euro
– bis zu 50 Mitarbeiter: bis zu 25.000 Euro

Sachsen-Anhalt arbeitet aktuell noch an einem Onlineportal (Stand: 06.04.20). Bis dahin muss der Antrag noch heruntergeladen, ausgefüllt und per E-Mail verschickt werden.

Vorgehensweise:
Laden Sie sich den Corona-Hilfe Antrag von Sachsen-Anhalt herunter, füllen Sie Ihn vollständig aus und schicken Sie ihn an die Mailadresse soforthilfe-corona@ib-lsa.de. Einen Musterantrag als Hilfe zum Ausfüllen finden Sie im Downloadbereich der Investitionsbank Sachsen-Anhalt. Falls Sie bereits andere Hilfen beziehen, müssen Sie zusätzlich das Dokument zur Erklärung der Kleinbeihilfen Sachsen-Anhalt ausfüllen und mitschicken. Weitere Informationen, Hilfen und weitere Anleitungen finden Sie auf der Website der IB Sachsen-Anhalt.

Antrag:
https://www.ib-sachsen-anhalt.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Wirtschaft/Corona-Soforthilfe_Antrag_AN-0-123.pdf
Musterantraghttps://www.ib-sachsen-anhalt.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Wirtschaft/Corona-Soforthilfe_Musterantrag.pdf
Erklärung Kleinbeihilfenhttps://www.ib-sachsen-anhalt.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Wirtschaft/Corona-Soforthilfe_Erklaerung-Kleinbeihilfen_AN-3-010.pdf
Weitere Informationenhttps://www.ib-sachsen-anhalt.de/temp-coronavirus-informationen-fuer-unternehmen.html

Schleswig-Holstein

Antragsberechtigt sind:
– kleine Unternehmen (inkl. Unternehmen der landwirtschaftlichen Urproduktion) mit bis zu 10 Beschäftigten
– Soloselbständige
– Angehörige der Freien Berufe

Voraussetzungen:
– dauerhaft am Markt als Unternehmen oder
– im Hauptberuf freiberuflich tätig oder
– Selbstständig tätig
– Betriebsstätte in Schleswig-Holstein oder Sitz in Schleswig-Holstein
– Waren und Dienstleistungen wurden bereits vor dem 01.04.2020 am Markt angeboten

Förderungen:
– bei bis zu 5 Beschäftigten: bis 9.000 Euro
– bis zu 10 Beschäftigen: bis 15.000 Euro

Vorgehensweise:
Laden Sie den Corona-Hilfe Antrag von Schleswig-Holstein herunter, füllen Sie ihn vollständig aus und laden Sie ihn im Portal der Investitionsbank Schleswig-Holstein hoch. Befolgen Sie die Anleitung für den Antrag Schleswig-Holstein als PDF. (Achtung, laden Sie Ihren Antrag ausschließlich über https://foerderprogramme.ib-sh.de/FPG/antrag.aspx hoch, es gab über falsche Portale und Links bereits Betrugsversuche.) Zur Verfügung steht außerdem ein Erklärvideo zum Antrag Schleswig-Holstein. Weitere Informationen zum Antrag finden Sie auf der Website der Investitionsbank Schleswig-Holstein.

Thüringen

Antragsberechtigt sind:
– gewerbliche Unternehmen
– Solo-Selbständige oder
– Angehörige Freier Berufe

Voraussetzungen:
– Das Unternehmen ist in einer existenzgefährdenden Wirtschaftslage, die durch die Corona-Krise im Frühjahr 2020 entstanden ist
– Tätigkeit wurde bereits vor dem 16. Februar 2020 ausgeübt

Förderungen:
– bis 5 Beschäftigte: 9.000 Euro
– 6 bis 10 Beschäftigte: 15.000 Euro
– 11 bis 25 Beschäftigte: 20.000 Euro
– 26 bis 50 Beschäftigte: 30.000 Euro

Vorgehensweise:
Ihren Antrag für die Corona-Soforthilfe in Thüringen können Sie über die Online-Antragsstrecke der Aufbaubank Thüringen ausfüllen. Ein Erklärvideo der Aufbaubank Thüringen führt Sie Schritt für Schritt durch die Antragsstrecke. Nach dem Ausfüllen des Antrags laden Sie ihn als PDF herunter und schicken ihn postalisch an:

Thüringer Aufbaubank
Wirtschafts- und Innovationsförderung
Gorkistraße 9
99084 Erfurt

oder alternativ an:

Thüringer Aufbaubank
Wirtschafts- und Innovationsförderung
Postfach 90 02 44
99105 Erfurt

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Aufbaubank Thüringen.

Erklärvideo: https://www.youtube.com/watch?time_continue=524&v=PQK6u706a-I&feature=emb_logo
Online-Antragsstreckehttps://soforthilfe.aufbaubank.de/
Weitere Informationenhttps://www.aufbaubank.de/Presse-Aktuelles/Coronavirus-Aktuelle-Informationen-fuer-Unternehmen/Corona-FAQ

Wir bleiben Liqui

Die Website „Wir bleiben Liqui“ hilft Ihnen außerdem dabei, die relevanten Informationen für Ihr Bundesland zu finden, um eine schnelle Abwicklung zu begünstigen. Wir empfehlen, die Informationen vor Antragsstellung auf den jeweiligen Landes-Websites zu überprüfen. 

6. Vom Staat unabhängige Hilfen

Weiterhin stehen Unternehmen, die durch die Corona-Krise in Schwierigkeiten gekommen sind, staatlich unabhängige Hilfen zur Verfügung. Diese sind teilweise lokal (Unterstützung städtischer, mittelständischer Firmen) oder national verfügbar und richten sich vor allem an gemeinnützige Unternehmen und Vereine.

Weiterhin stehen Unternehmen, die durch die Corona-Krise in Schwierigkeiten gekommen sind, staatlich unabhängige Hilfen zur Verfügung. Diese sind teilweise lokal (Unterstützung städtischer, mittelständischer Firmen) oder national verfügbar und richten sich vor allem an gemeinnützige Unternehmen und Vereine.

Die Initiative #WeKickCorona hilft karitativen Vereinen und deren soziale Einrichtungen. Insgesamt hat die Initiative bisher schon über 3,7 Millionen Euro spenden können. Ins Leben gerufen wurde die Aktion von Leon Goretzka und Joshua Kimmich vom FC Bayern München.

Auch Marco Reus und seine Ehefrau haben Ihren Beitrag für die Stadt Dortmund geleistet: Die Initiative #HelpYourHomeTown hilft kleinen Betrieben wie Friseuren, Kneipen, Restaurants und Boutiquen, damit diese die Corona-Krise unbeschadet überstehen können.

Andere Hilfen betreffen bestimmte Bereiche von Unternehmen. So stellt Facebook beispielsweise betroffenen Unternehmen finanzielle Zuschüsse in Höhe von insgesamt 100 Millionen USD zur Verfügung. Facebook möchte mit dieser Initiative Unternehmen die Möglichkeit geben, kostenfrei Onlinewerbung zu schalten. Weitere Informationen finden Sie auf der Website von Facebook zum Thema.

Falls Sie zusätzlich zur staatlichen Förderung Hilfe benötigen, schauen Sie auf die Website Ihrer Stadt, ob dort zusätzliche Initiativen angeboten werden.

7. Weitere Möglichkeiten für Selbstständige, durch die Krise zu kommen

Neben den direkten Zuschüssen und der Möglichkeit Darlehen aufzunehmen, haben Selbstständige und Unternehmer weitere Alternativen möglichst unbeschadet durch die Krise zu kommen. Dazu gehören viele Optionen, die das Land in dieser wirtschaftlichen Ausnahmesituation für Unternehmen errichtet hat. All diese Maßnahmen sollen dazu dienen, dass Menschen in einer schwierigen finanziellen Situation nun in kürzester Zeit Hilfe erhalten.

a. Sozialabgaben stunden

Mittlerweile können Sozialabgaben gestundet werden. Das bedeutet, dass mittelständische Firmen, die aufgrund der aktuellen Situation Beiträge nicht bezahlen können, Beiträge pausieren können. Krankenkassen setzen die Einleitung von Vollstreckungsmaßnahmen aus, wenn Beiträge aufgrund COVID-19 nicht bezahlt wurden.

Außerdem können Anträge gestellt werden, um die Zahlungen von Sozialabgaben zu pausieren (stunden) oder in Raten zu bezahlen. Die Voraussetzung für eine Antragsstellung der Stundung und Ratenzahlung ist, dass die Firma bereits Unterstützung der Bundesregierung in Anspruch nimmt. Dazu gehört entweder der Bezug von Förderungen aus den Schutzschirmen oder beispielsweise Kurzarbeitergeld. Vorerst werden Stundungen maximal bis zum Fälligkeitstag für die Beiträge des Monats Mai 2020 genehmigt. Den Antrag auf Stundung wird vom Arbeitgeber selbst oder zum Beispiel von seinem Steuerberater gestellt.

Ein umfangreiches FAQ zur Stundung der Sozialabgaben hat der GkV Spitzenverband zusammengestellt. In diesem sind die wichtigsten Informationen für Arbeitgeber zusammengefasst.

b. Kurzarbeitergeld beantragen

Kurzarbeitergeld (KUG) können Firmen beantragen, wenn mindestens 10 % der Beschäftigten einen Arbeitsentgeldausfall von mehr als 10 % haben. Die Sozialversicherungsbeiträge für ausgefallene Arbeitsstunden werden zu 100 % erstattet. Beansprucht werden kann das Kurzarbeitergeld auch von Leiharbeitnehmenden. Minusstunden müssen zur Vermeidung von Kurzarbeit nicht eingebracht werden. Wird Kurzarbeitergeld beansprucht, muss der Urlaub des vorherigen Jahres der Angestellten genommen werden.

Kurzarbeitergeld – die Eckdaten:
– Arbeitnehmende können nicht mehr in vollem Umfang beschäftigt werden
– Betroffene Arbeitnehmende arbeiten für eine gewisse Zeit weniger oder gar nicht mehr
– Das Kurzarbeitergeld gleicht den Lohnverlust der Arbeitnehmer aus
– Arbeitnehmende bekommen circa 60 % des ausgefallenen Nettolohns
– Arbeitnehmende mit mindestens einem Kind bekommen circa 67 % des ausgefallenen Nettolohns
– Kurzarbeitergeld kann bis zu 12 Monate bezogen werden
– Kurzarbeitergeld muss bei der Bundesagentur für Arbeit beantragt werden – bis zum 31.12.2020 ist der Zugang zu Kurzarbeitergeld erleichtert

Schritt für Schritt zur Beantragung von Kurzarbeitergeld:
1. Teilen Sie Ihre Entscheidung über den Bezug des Kurzarbeitergeldes ihren Arbeitnehmern mit (ggf. mittels Vereinbarung mit dem Betriebsrat oder durch Einverständnis ihrer Mitarbeiter).
2. Stellen Sie einen Antrag bei Ihrer Agentur für Arbeit.
3. Wird der Antrag bewilligt, zahlen Sie die angefallenen Stunden Ihrer Mitarbeiter. Zusätzlich bezahlen Sie Ihren Mitarbeitern das Kurzarbeitergeld.
4. Beantragen Sie in einem Leistungsantrag monatlich nachträglich bei Ihrer Agentur für Arbeit.
5. Erhalten Sie neue Aufträge während der Laufzeit des Kurzarbeitergeldes, muss die Kurzarbeit pausiert werden. Wird das Kurzarbeitergeld beispielsweise für zwei Monate pausiert, können diese zwei Monate hinten angehängt werden, sodass sich das Kurzarbeitergeld wieder auf eine gesamte Laufzeit von 12 Monaten verlängert. Wird das Kurzarbeitergeld für drei Monate pausiert, muss es neu beantragt werden.

Weitere Informationen zum Kurzarbeitergeld finden Sie auf der Website der Bundesagentur für Arbeit zum Thema KUG Corona Virus sowie in dem PDF der Bundesagentur für Arbeit mit den wichtigsten Infos. Die Bundesagentur für Arbeit hat außerdem Videos mit den wichtigsten Informationen zum KUG bereitgestellt.

c. Notfall-KiZ – Der Kinderzuschlag

Der „Notfall-KiZ“ hilft Familien mit geringem Einkommen über die schwierige Zeit hinweg, die durch COVID-19 für viele Familien entstanden ist. Durch den Zuschuss können monatlich bis zu 185 Euro pro Kind zusätzlich beantragt werden. Beantragen können Sie den KiZ sofort online im Portal des Arbeitsagentur.

An wen richtet sich der KiZ?
An Eltern, deren Einkommen für sie selbst, aber nicht oder nur knapp für die Versorgung der Familie ausreicht.

Welche Voraussetzungen sind an den KiZ gebunden?
– Um den KiZ zu beantragen, müssen Eltern Kindergeld beziehen.
– Kinder dürfen nicht älter als 25 Jahre sein und müssen noch im Haushalt wohnen.
– Die Kinder müssen außerdem ledig sein.
– Mindesteinkommensgrenze: Das Bruttoeinkommen für Elternpaare muss 900 Euro Brutto übersteigen. Für Alleinerziehende muss das Bruttoeinkommen mindestens 600 Euro Brutto betragen (ohne Wohngeld, Kindergeld und Kinderzuschlag).

Der KiZ kann im Laufe des Aprils 2020 beantragt werden, um ihn noch für denselben Monat zu erhalten. Sie können den KiZ entweder direkt beantragen oder mit dem KiZ-Lotse des Bundesagentur für Arbeit herausfinden, ob Sie Anspruch auf den Kinderzuschlag haben.

Antraghttps://con.arbeitsagentur.de/prod/kiz/ui/start
KiZ-Lotsehttps://www.arbeitsagentur.de/familie-und-kinder/kiz-lotse

d. Zinsfreier Aufschub für Einkommen-, Körperschafts- und Umsatzsteuer

Eine weitere Unterstützung erfahren Firmen außerdem durch Fristverlängerung bei der Zahlung von Steuern. So können Einkommen-, Körperschafts- und Umsatzsteuer zinsfrei aufgeschoben werden, wenn Unternehmen aufgrund der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie ihre Steuern nicht fristgerecht bezahlen können.

Steuervorauszahlungen von Unternehmen, Selbstständigen und Freiberuflern können außerdem angepasst werden. Die Anträge können bei Ihrem jeweiligen Finanzamt bis zum 31.12.2020 gestellt werden. Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Bundesfinanzministeriums. Detailliertere Informationen entnehmen Sie aus dem ausführlichen FAQ des Bundesfinanzministeriums.

Infoshttps://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Schlaglichter/Corona-Schutzschild/2020-03-19-steuerliche-Massnahmen.html
FAQ:
https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Steuern/2020-04-01-FAQ_Corona_Steuern_Anlage.pdf?__blob=publicationFile&v=2

e. Corona: Insolvenz-Regelung geändert

Für einige Unternehmer und Selbstständige kommen die Schutzschirme und Zuschüsse bereits zu spät. Deshalb hat das Land kurzerhand auch die Regelungen zur Insolvenz angepasst, um Unternehmen so noch eine Chance zu geben, die Hilfen und Kreditprogramme zu nutzen und so die Corona-Krise ohne Insolvenz zu überstehen. Diese Regelung wurde rückwirkend zum 01.03.2020 beschlossen und gilt vorerst bis 30.09.2020.

Was ändert sich an der Insolvenz-Regelung?
– Es gilt eine Aussetzung der (dreiwöchigen) Insolvenzantragspflicht für Fälle, in denen die Zahlungsunfähigkeit auf die Corona-Pandemie zurückzuführen ist. Es soll allerdings in diesen Fällen erforderlich sein, dass Aussicht auf Beseitigung der Zahlungsunfähigkeit besteht.
– Geschäftsleiter haften während dieser Aussetzung nur eingeschränkt für Zahlungen, die sie nach Eintritt der Insolvenzreife des Unternehmens vornehmen.
– Das Aufnehmen von neuen Krediten aufgrund der Corona-Pandemie gilt nicht als sittenwidriger Beitrag zur Insolvenzverschleppung.
– Die erfolgenden Leistungen an Vertragspartner sind während der Aussetzung nur eingeschränkt anfechtbar.
– Insolvenzanträge von Gläubigern, um Insolvenzverfahren zu erzwingen, werden für drei Monate eingeschränkt.

Ein umfangreiches FAQ zur Aussetzung der Insolvenz-Regelung finden Sie auf der Website des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz.

FAQ: https://www.bmjv.de/DE/Themen/FokusThemen/Corona/Insolvenzantrag/Corona_Insolvenzantrag_node.html

Tipp

Das Bundeswirtschaftsministerium fördert ab sofort Beratungen für Corona-Betroffene kleine und mittlere Unternehmen und Freiberufler bis zu einem Beratungswert von 4.000 Euro ohne Eigenanteil. Beantragen können Sie diesen Zuschuss für Beratungsdienstleistungen über das Antrags-Portal des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Weitere Informationen zu diesem Beratungszuschuss finden Sie auf der Website des BaFa.

8. Rückblick: Finanzkrise 2008 und Beantragung von Krediten

Was hat uns die Finanzkrise 2008 über Kredite und die Rettung von Unternehmen bereits gezeigt? Und inwieweit sind die Finanzkrise und die Corona-Krise überhaupt vergleichbar? Wie die Zeitung Welt schreibt, reagiert Deutschland heute mit ähnlichen Gegenmaßnahmen wie damals zur Finanzkrise: Ein vereinfachter Zugang zum Kurzarbeitergeld, Bereitstellung von Zuschüssen und Steuererleichterungen. Die beiden Krisen können allerdings nur bedingt miteinander verglichen werden, schreibt die Süddeutsche Zeitung.

Die Auswirkungen der Corona-Krise seien zum einen bedeutend massiver. Zum anderen ist die aktuelle politische Situation im Vergleich zu fast zehn Jahren zuvor eine andere: Ein gemeinsames Vorangehen zeigt sich als schwierig, unter anderem durch die America-First-Strategie von Donald Trump sowie durch Spannungen zu anderen G20-Staaten wie der Türkei oder Russland. Eines ist jedoch sicher: Beide Krisen stellten und stellen Deutschland vor enorme wirtschaftliche Herausforderungen. Mit einem Schwund des Bruttoinlandsprodukts von 5,7 % ging die Finanzkrise einher. Doch: Obwohl auch Deutschland hart getroffen wurde, hat sich der Markt, so die Welt, gut erholt.

Die Welt zeigt in einem Rückblick auf die Finanzkrise, wie die damals angebotenen Kreditmöglichkeiten und Hilfsmaßnahmen angenommen wurden. Insgesamt befanden sich zeitweise mehr als 1,4 Millionen Menschen in Kurzarbeit. Die Bundesagentur für Arbeit bezahlte diese Leistung noch zwei Jahre lang nach der Krise.

Die Zeitung berichtet weiterhin, dass insgesamt 115 Milliarden Euro zur Verfügung standen, um der zähen Darlehensvergabe von Banken an Unternehmen entgegenzuwirken. Allein 40 Milliarden Euro der Kredite waren dafür vorgesehen, von der KfW refinanziert zu werden. In den Jahren 2009 und 2010, so berichtet die Welt, haben allerdings nur rund 4.830 Unternehmen Kredite in Höhe von insgesamt 13,5 Milliarden Euro in Anspruch genommen. Grund waren die strengen Regularien, weshalb ein Großteil nicht genutzt werden konnte. Dank dieser Maßnahmen seien nichtsdestotrotz 1,2 Millionen Arbeitsplätze gesichert worden. Ein Großteil mit über 90 % der Kreditnehmer waren kleine und mittelgroße Unternehmen.

Und auch jetzt sieht es noch so aus, als könnte die deutsche Wirtschaft diesen harten Schlag gut verkraften. So schreibt die Süddeutsche Zeitung, dass nicht zuletzt durch die Finanzkrise ein festes Fundament aufgebaut wurde, von dem unser Land nun profitieren kann.

Von der Problematik der erschwerten Beantragung von Krediten hat man sicherlich auch gelernt: Zwar müssen immer noch einige Konditionen erfüllt werden, jedoch kommt die Kreditaufnahme mit weniger strengen Auflagen daher als es noch zur Finanzkrise der Fall war.

Ausblick

Einen Ausblick geben das Bundesministerium der Finanzen und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: Zwar sei noch nicht absehbar, wie stark Deutschland die Corona-Krise wirtschaftlich treffen wird. Es wird aber alles darangesetzt, dass alle verfügbaren Ressourcen eingesetzt werden, falls sich eine gravierende Störung der konjunkturellen Entwicklung abzeichne

„Angesichts der gesamtstaatlichen Überschüsse in den letzten Jahren ist [die öffentliche Hand] in der Lage, die Konjunktur auch über einen längeren Zeitraum zu stützen und auf unseren bisherigen Wachstumspfad zurückzuführen.“ – Zitat aus der Redaktion des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

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